Kubanische Zigarren

Kubanische Zigarren

Kubanische Zigarren von Partagas, Montecristo und Romeo y Julieta sind echte Klassiker. Neben den Premium-Zigarren von Cohiba und Trinidad bieten Quintero und Guantanamera preisgünstige Alternativen. Insbesondere in Deutschland erfreuen sich die kubanischen Zigarrenmarken Ramon Allones und H. Upmann großer Beliebtheit. Originale Zigarren aus Kuba sind begehrt – die begrenzte Verfügbarkeit unterstreicht das weltweite Ansehen der Havanna-Zigarre. Weiterlesen

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Kubanische Zigarren

Kuba ist das bekannteste Herkunftsland für Zigarren. Christoph Kolumbus entdeckte im Jahre 1492 auf seiner Suche nach Indien die karibische Insel Kuba, landessprachlich Cuba, und brachte den Tabakgenuss später nach Europa. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts sind Zigarren aus Kuba das Nonplusultra für Zigarrenraucher auf dem europäischen Kontinent und auf der ganzen Welt. Sie sind im Allgemeinen kräftiger und erdiger als ihre Schwestern aus der Dominikanischen Republik oder Nicaragua. Es sind diese hervorragenden landwirtschaftlichen Bedingungen, gepaart mit der alten handwerklichen Tradition des Zigarrenrollens der Torcedores, die für die unvergleichliche Spitzenqualität einer Cohiba oder Trinidad verantwortlich sind.

Kubanische Zigarren: Die besten Tabake der Welt

Zigarrenraucher und Tabakexperten sind sich in einer Sache einig: Die Wiege der weltbesten Zigarren steht in der westlichsten Provinz Kubas – in Pinar del Rio. Die landschaftliche Schönheit und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt sind mit ein Grund, warum Teile dieser Provinz von der UNESCO als besonders schützenswert erachtet werden. Es gibt dort nicht nur Biosphärenreservate, sondern mit dem Valle de Viñales sogar eine Weltkulturerbestätte.

Kubanische Línea Maestra Zigarren von Partagas.
Limitierte kubanische Zigarren: Partagas Línea Maestra

Rund 100.000 Hektar beträgt die Plantagenfläche für Tabak in Pinar del Rio, dabei ist eine durchschnittliche Plantage, die auf Kuba la vega heißt, nur zwischen fünf und 150 Hektar groß. Die Böden in Pinar del Rio bestehen aus kupferrotem Lehm, das Klima ist feucht und es regnet regelmäßig. Die Geologie in Verbindung mit dem lokalen Klima bringt Aromen hervor, die Aficionados bei anderen Herkunftsländern vermissen.

Legendäres Anbaugebiet Vuelta Abajo

Das berühmteste Anbaugebiet ist die Vuelta Abajo im Westen der Insel. Dort wachsen die besten Tabake für die edelsten handgemachten Longfiller. Dort befindet sich, unweit des Viñales-Tals, auch die Finca vom unlängst verstorbenen Don Alejandro Robaina, nach dem die Marke Vegas Robaina (die Felder Robaina) benannt wurde. Hier beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur zwischen 26 und 27 °C, die Sonne scheint rund acht Stunden am Tag und die durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit beträgt rund 64 Prozent. All diese klimatischen Faktoren sind dort für den Tabak derart ideal – was auch zum Teil für die anderen Regionen Kubas gilt –, dass die Insel zu Recht als größter Humidor der Welt bezeichnet werden kann. Zu den berühmtesten Vegas gehört die Hoyo de Monterrey, wo hochwertige Einlagetabake angebaut werden. Von der Vegas El Corojo stammen einige der besten Deckblätter der Insel.

Echte Zigarren aus Kuba: Original Habanos

Die Hauptstadt Kubas, Havanna, wird im Spanischen „Habana“ genannt – Zigarren von dort werden als Habanos bezeichnet. Der Name ist einzig reserviert für Zigarren von mindestens drei Gramm Gewicht, die unter den genau definierten Qualitätskriterien der kubanischen Tabakindustrie hergestellt werden und aus ganzen Longfiller-Tabaken bestehen. Genau genommen ist nur solch eine Zigarre eine echte Habano, deren Rohstoffe aus der Vuelta Abajo kommen. So ist auch die Habanos S.A., das Unternehmen, das die internationale Vermarktung und den Export der Zigarren übernimmt, danach benannt worden.

„Havanna Zigarren“

Die meisten kubanischen Zigarrenmanufakturen befinden sich in Havanna. Die Namen der sechs berühmtesten fábricas, die bereits im 19. Jahrhundert gegründet wurden, sind jedem wahren Aficionado wohlbekannt: H. Upmann, Partagas, Romeo y Julieta, La Corona, El Laguito und El Rey del Mundo. Nach der kubanischen Revolution von 1959 wurden viele dieser traditionellen Zigarrenfabriken verstaatlicht und erhielten neue Namen zu Ehren von Revolutionshelden. So wurde die berühmte H. Upmann-Fabrik in „José Martí“ umbenannt. Käufer von Havanna-Zigarren sollten daher wissen, dass sich hinter dem Kürzel „JM“ die ursprüngliche H. Upmann-Manufaktur verbirgt.

Beliebteste kubanische Zigarrenmarken

Cohiba und Trinidad zählen zu den Spitzenmarken der kubanischen Zigarrenindustrie. Ihnen werden stets die besten Tabake und die talentiertesten Roller zugeteilt. Regelmäßig werden Cohiba und Trinidad für die jährlichen Ediciónes Limitadas ausgewählt. Nur wenige kubanische Zigarrenmarken haben die Ehre, in einer bisher einzigartigen Vitola (Format) und in stark limitierten Stückzahlen zu erscheinen.

Berühmtes Anbaugebiet für kubanische Zigarren: Pinar del Rio
Feuchtes Klima, fruchtbarer Boden: Pinar del Rio

Montecristo, Partagas, Hoyo de Monterrey und Romeo y Julieta werden als „Global Brands“ eingestuft – sie sind die beliebtesten, weltweit meistverkauften kubanischen Zigarren. Auch die hochwertigen Marken der Kategorie „Value Brands“, dazu gehören Bolivar und Punch, sollen nicht unerwähnt bleiben. Quintero und José L. Piedra sind preiswerte, sogenannte „Volume Brands“.

Probleme mit Zigarren aus Kuba

Kubanische Zigarren sind in den letzten Jahren oft nur eingeschränkt verfügbar. Warum ist das so? Verschärften Nichtrauchergesetzen und wirtschaftlichen Krisen zum Trotz ist die Nachfrage nach Habanos in vielen Industriestaaten ungebrochen. Zuletzt sind während der Corona-Pandemie viele Aficionados in der Quarantäne „auf den Geschmack“ gekommen. Auch im Nahen und Fernen Osten steigt die Nachfrage stetig. Insbesondere die Volksrepublik China soll Deutschland bei der weltweiten Nachfrage überholt haben und rangiert nunmehr auf Platz drei – nach Spanien und Frankreich.

Lieferengpass

Auf Kuba belasten Misswirtschaft, die Folgen der Corona-Pandemie und Wetterkatastrophen den Staat stark. Infolgedessen fehlen Cubatabaco, der für die Tabakindustrie zuständigen Behörde, sowohl Devisen als auch Arbeitskräfte, um den weltweiten Bedarf zu decken. Darüber hinaus ist die Infrastruktur in Kuba oft nicht ausreichend entwickelt, was zu erheblichen Transportproblemen führt. Ressourcenknappheit und bürokratische Hürden erschweren die Produktion und den Export zusätzlich.

Preiserhöhung

Sammler und Liebhaber müssen künftig für das unverwechselbare Aroma kubanischer Zigarren tiefer in die Tasche greifen. In den letzten Jahren sind die Preise für kubanische Zigarren weltweit deutlich gestiegen, was auf die globale „Preisharmonisierung” an den teuren Markt in Hongkong zurückzuführen ist. In Deutschland, wo Habanos historisch gesehen vergleichsweise günstig sind, wirken sich diese Preiserhöhungen zum Teil drastisch aus. Die Luxus-Marken Cohiba und Trinidad sowie ausgewählte Premium-Serien (Montecristo Linea 1935/Romeo y Julieta Linea de Oro/Partagas Linea Maestra) sind besonders betroffen.

In diesem Zusammenhang verstärkt die begrenzte Verfügbarkeit den Preisdruck zusätzlich. Noch ist unklar, ob und wann kubanische Zigarren wieder uneingeschränkt lieferbar sein werden.

Nein, kubanische Zigarren sind im regulären Tabakhandel frei verkäuflich. Anders sieht es in den USA aus; hier gilt ein Handelsembargo auf kubanische Güter. Sein Ursprung liegt im Kalten Krieg. Während der Kuba-Krise stoppte US-Präsident John F. Kennedy den Import sämtlicher Waren von der Karibik-Insel. Natürlich nicht, ohne vorher noch einmal ordentlich den eigenen Humidor aufzufüllen...
Kubanische Zigarren müssen nicht unbedingt teuer sein. Etwa die maschinell gefertigten Vitolas von Guantanamera bekommen Sie bereits für kleines Geld. Handgefertigte Longfiller sind freilich teurer, aber nicht zwingend in astronomischen Preisklassen unterwegs. Hervorragende Habanos im mittleren oder etwas größeren Format gibt es im niedrigeren zweistelligen Bereich. Anders sieht es aus bei Sonderserien wie der legendären Cohiba Behike, die ab knapp 200 Euro zu haben ist.
An der Spitze der kubanischen Markenpyramide steht als exklusivste Marke die Cohiba. Auch Trinidad zählt mit zur vordersten Riege, so wie Vegas Robaino und Montecristo. Von sehr guter Qualität sind ebenfalls Romeo y Julieta, Partagas, Hoyo de Monterrey oder H. Upmann. Eine Übersicht über die kubanischen Marken haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Die teuersten Habanos gehören in der Regel zu limitierten Auflagen, oft anlässlich eines besonderen Datums und mit ganz besonderen Blends. Die Nr. 1 unter ihnen: Die Cohiba Behike 2006, mit der die Marke ihr 40-jähriges Jubiläum beging. Die beste und erfahrenste Torcedera des Hauses war auserwählt, sämtliche Zigarren der Serie zu rollen. Jeweils 40 Stück davon wurden dann mitsamt einem exklusiven Humidor von Elie Bleu verkauft. Jeder einzelne der auf 100 Stück limitierten und einzeln nummerierten Kisten kostete 15.000 Euro.
Es gibt nicht den einen Grund, warum kubanische Zigarren ein echter Mythos sind. Es ist vielmehr ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren. Die Böden, insbesondere in der westlichen Provinz Pinar del Rio, sind besonders fruchtbar und mineralreich. Zudem sorgen das einzigartige Mikroklima und besondere Fermentationsmethoden vor Ort dafür, dass die Tabake langsam und intensiv reifen. Das macht sie so ungeheuer gehaltvoll und komplex. Jahrhundertelange Tradition im Anbau und eine gute Ausbildung der Fachkräfte gewährleisten auch ein hervorragendes Know-how – und damit erstklassige Qualität.
Trusted Shops Award Habanos Specialist Davidoff Ambassador